Sonntagsimpulse

Impuls zum 1. Sonntag nach Trinitatis

Zu Beginn ein Psalmgebet für Leute, die Wiederholungen lieben.
Psalm 136 in Auswahl

Dankt Gott, denn er ist gut!
Ja, für immer bleibt seine Güte bestehen.

Gott allein tut große Wunder.
Ja, für immer bleibt seine Güte bestehen.

Gott hat den Himmel kunstvoll ausgespannt.
Ja, für immer bleibt seine Güte bestehen.

Gott hat die Erde über dem Wasser festgemacht.
Ja, für immer bleibt seine Güte bestehen.

Gott hat die großen Lichter geschaffen.
Ja, für immer bleibt seine Güte bestehen.

Die Sonne – sie herrscht über den Tag.
Ja, für immer bleibt seine Güte bestehen.

Mond und Sterne – sie herrschen über die Nacht.
Ja, für immer bleibt seine Güte bestehen.

Mensch und Tier versorgt er mit Nahrung.
Ja, für immer bleibt seine Güte bestehen.

Dankt ihm, dem Gott des Himmels!
Ja, für immer bleibt seine Güte bestehen.

Ich bin mir sicher, du hast in den Pfingstferien Ameisen gesehen.
Im Wald oder auf der Terrasse, im Garten oder auf einem Weg.

Ameisen sind echt stark.
Sie sind Meisterinnen der Kommunikation,
sie geben Informationen weiter,
sie bewältigen ihre Aufgaben gemeinsam.

In der Bibel wird von ihnen das gesagt:
Geh und beobachte die Ameise, du Faulenzer!
Nimm dir ein Beispiel an ihr, damit du klug wirst!
Die Ameisen haben keine Aufseher,
niemand befiehlt und niemand treibt sie an.
Trotzdem sorgen sie im Sommer für ihre Nahrung
und sammeln Vorräte zur Erntezeit.
Wie lange willst du noch liegen bleiben, du Faulenzer?
Wann kommst du endlich aus deinem Bett?
»Ach, noch ein wenig schlafen, ein wenig schlummern,
ein wenig die Arme verschränken, um auszuruhen.«
Sprüche 6, 6-10

Ich denke, es ist ein guter Plan, wenn wir bis zu den Sommerferien fleißig sind wie die Ameisen - aus eigenem Antrieb. Und wenn wir dann auch noch auf gute Gemeinschaft achten - zuhause, in der Schule, im Straßenverkehr, beim Abendessen ...

Foto gefunden bei Wikipedia

 

Impuls für die Pfingstferien

In unserem Gesangbuch stehen viele Gebete für Kinder und Erwachsene, für schöne und schwere Zeiten.
Ein paar davon haben wir für euch ausgesucht.

Wie fröhlich bin ich aufgewacht,
wie hab ich geschlafen so sanft die Nacht!
Hab Dank, du Vater im Himmel mein,
dass du hast wollen bei mir sein.
Behüte mich auch diesen Tag,
dass mir kein Leid geschehen mag.
Amen.

Vater im Himmel, wir bitten dich um deinen Schutz für diesen neuen Tag. Du bist über uns und um uns. Du bist die Sonne. Du bist der leuchtende Himmel. Du bist Regen und Wind. Du bist selbst der Weg durch diesen Tag. Behüte uns vor allem Übel. Behüte die Menschen, die wir lieben, von der Frühe des Morgens an bis zur Ruhe der Nacht. Wir danken dir, dass du da bist, Vater im Himmel. Amen.

Allen Hunger, den wir haben,
stillen wir mit Gottes Gaben,
alles Dürsten, das wir stillen,
stillen wir mit Gottes Willen.
Alle Sehnsucht ist erfüllt,
wenn Gott selbst als Nahrung quillt.
Amen.

Lieber Gott, nun schlaf ich ein.
Schicke mir den Engel dein,
dass er treulich bei mir wacht
durch die ganze lange Nacht.
Schütze alle, die ich lieb.
Alles Böse mir vergib.
Kommt der helle Morgenschein,
lass mich wieder fröhlich sein.
Amen.

Lieber Gott, ich bin krank und liege im Bett. Gib, dass es nichts Schlimmes ist und ich bald wieder gesund werde. Ich danke dir, dass ich so lieb gepflegt werde. Wir gut, dass es Medizin gibt, die hilft. Ich bitte dich, behüte alle kranken Kinder, zuhause und im Krankenhaus. Hilf ihnen, dass sie gesund werden. Amen.

Lieber Gott, wir sind schnell dabei, Mitschülerinnen, Mitschüler, Lehrerinnen oder Lehrer zu beschuldigen, sie zu verurteilen. Aber es ist schwer, Schuld bei sich selber zu suchen und sie auch zuzugeben. Gib uns den Mut, unsere Fehler einzugestehen. Lass uns neue Wege zueinander finden. Amen.

Mein Gott, die Arbeit fordert oft mehr von mir, als ich leisten kann. Gib mir Gesundheit und Kraft, dass ich den Anforderungen standhalte und verständnisvolle Kollegen und Vorgesetzte finde. Amen.

Manchmal frage ich mich: Hat meine Arbeit eigentlich einen Sinn? Im Betrieb bin ich ja doch nur ein kleines Rädchen, das man jederzeit auswechseln kann. Ich bin unzufrieden. Ich frage, Herr, nach dem Sinn meines Tuns. Amen.

Gütiger Gott, im Betrieb gibt es Spannungen. Wir kommen nicht mehr miteinander aus. Neid und falscher Ehrgeiz vergiften das Klima. Kann ich etwas tun, dass es anders wird? Hilf mir, das richtige Wort zu finden, das Spannungen löst. Amen.

Wie lange noch, bis ich entlassen werde? Ich habe Angst, wenn ich an meine Zukunft denke: Ich verdiene weniger. Ich finde schwer etwas Neues. Und was werden erst die anderen, die Nachbarn und Freunde sagen! Herr, ich habe Angst, als Versager dazustehen. Amen.

Guter Gott, nun stehe ich da ohne einen Arbeitsplatz. Noch gestern dachte keiner daran. Wie ein Schlag traf es mich und die anderen Kollegen. Wie soll es nun weitergehen? Die finanziellen Sorgen sind nicht die größten. Unterstützung wird es auch geben. Doch wann und wo werde ich Arbeit finden? Wie wird sie sein? Alles ist so ungewiss, so fremd. Wenn mich nur der Mut nicht verlässt! Amen.

 

 

Ein Gruß von der Kirchenmaus Fieps - 5. Juni 2022

Liebe Kinder, liebe Eltern,

wovon seid ihr voll begeistert? Wofür seid ihr so richtig Feuer und Flamme? Das kann ja ganz Verschiedenes sein: Vielleicht ein Urlaubsziel. Oder ein berühmter Star. Oder ein Sportverein. Oder eine Musikgruppe. Oder eure Lieblings-Freizeitbeschäftigung. Oder eure Familie. Erzählt euch mal davon.

Heute feiern wir das Pfingstfest. An Pfingsten ist Gottes Geist zu den Freundinnen und Freunden von Jesus gekommen. Er hat dafür gesorgt, dass sie eine große innere Kraft gespürt haben, stark wie ein Feuer oder ein kräftiger Sturm. Sie waren dadurch nicht mehr ängstlich und verschlossen. Sie waren begeistert. Sie wurden mutig und waren plötzlich Feuer und Flamme für die beste Nachricht der Welt. Sie haben allen weitergesagt: „Jesus Christus ist auferstanden und durch seinen guten Geist immer bei uns! Alle Welt soll das erfahren!“ Und auch wenn manche darüber gespottet haben, waren viele, die es gehört haben, auch begeistert und haben sich taufen lassen und diese Nachricht weitererzählt. So ist die Kirche entstanden. Oder anders gesagt: Pfingsten ist der Geburtstag der Kirche.

Das feiern wir an diesem Wochenende, denn wir sind alle ein Teil der Kirche. Gerade bei euch Kindern merke ich immer wieder, wie begeistert ihr von Gott seid. Euer Glaube ist ein Vorbild für die Erwachsenen. Und durch euch bleibt die Kirche lebendig - wie schön!

Also lasst uns feiern! Und was gehört alles zu einer schönen Geburtstagsfeier dazu? Essen und Trinken, Kerzen und weitere festliche Dekoration, unbeschwertes Zusammensein, Gemeinschaft erleben, gute Wünsche - ganz bestimmt fallen euch auch für die Kirche viele gute Wünsche ein.

Ihr könnt heute also eine Geburtstagsparty miteinander feiern, ein richtig schönes Fest mit allem Drum und Dran. Und ihr könnt einander zurufen: Happy Birthday, Kirche! In diesem Sinne: Frohe Pfingsten!

Viele liebe Grüße von Eurer Kirchenmaus Fieps

 

Impuls für Sonntag, 29. Mai

Kannst du warten?
Ohne Gemecker und Geschrei?

Kannst du warten?
Auf den Besuch in der Eisdiele?
Auf das Vorlesen aus dem spannenden Buch?
Auf die Pfingstferien?

Kannst du warten?
Überlegt doch mal, wie das bei euch in der Familie ist.
Wer von euch kann gut warten? Wer kann es überhaupt nicht? Könnt ihr gemeinsam auf etwas warten und euch dann gemeinsam freuen?

An diesem Sonntag erinnern wir uns an die Freunde von Jesus. Sie haben ihn nach Himmelfahrt vermisst und zehn Tage lang auf den guten Geist gewartet, den Jesus ihnen versprochen hatte. Das ist ihnen nicht leicht gefallen. Manche waren ängstlich, andere waren ruhig und geduldig. Manche konnten es nicht aushalten, andere haben sich darauf gefreut. Manche wollte nach zwei Tagen gar nicht mehr daran glauben, andere haben in dieser Zeit viel über Gott nachgedacht.

Lieber Gott,
wir bitten dich, sei heute und an den kommenden Tagen mit uns.
Schenke uns Geduld und Freude.
Segne uns. Amen.

Und wie wäre es heute mit einer Runde Mikado-Spielen?
Oder mit den Erwachsenen einen Hefeteig ansetzen? Das dauert. Immer. Da müsst ihr gemeinsam warten, bis der Teig aufgegangen ist und in den Ofen kann. Aber dann! Was für eine Freude, wenn du in den Ofen schaust und siehst, wie er aufgeht. Was für eine Freude für die Nase, wenn du am Ende der Backzeit riechen kannst, dass das Gebäck bald fertig ist. Was für eine Freude für deine Hände, wenn sie das Gebäck, das noch ein bisschen warm ist, anfassen können. Was für eine Freude für Mund, Gaumen und Magen, wenn du nach dem Warten endlich essen und genießen kannst. Wenn ihr nach dem gemeinsamen Warten zusammen am Tisch sitzt.