Sonntagsimpulse

Impuls für Sonntag, 21. Februar
Invokavit

Burgen sind etwas Tolles. In manchen kannst du einen ganzen Tag verbringen. Manche sind gut erhalten. Von anderen gibt es nur noch eine kleine Ruine.

Ganz oft liegen Burgen auf einem Hügel oder einem Berg.
So konnte sie gut gesehen werden.
So konnte aus der Burg hinaus sehr viel gesehen werden.

Zu Burgen gehören immer dicke Mauern. Sie waren ein Schutz für die Menschen in der Burg. Wenn die Gefahr groß war, konnten auch die Menschen aus dem Dorf oder der Stadt unterhalb der Burg mit dem Nötigsten in die Burg kommen. Dann waren sie geschützt und sicher.

Gott, bei dir bin ich sicher
wie in einer hohen und mächtigen Burg.
Ihre Mauern sind so stark,
dass kein Feind eindringen kann.
Das macht mir Mut und ich bin froh darüber,
besonders, wenn ich Angst habe:
Angst vor einer schlimmen Krankheit,
Angst vor einem Unfall,
Angst um meine Eltern und Geschwister,
Angst, wenn ich nachts allein bin.

Manchmal habe ich böse Träume.
Ich träume von Räubern, die mich verfolgen,
von gemeinen Leute, die nur darauf warten,
dass sie mich fangen können.

Aber Gott hat seinen Engeln befohlen,
dass sie mich behüten auf allen meinen Wegen.
Mein Schutzengel passt auf mich auf.
Er ist überall bei mir, wo ich unterwegs bin.
Er hält mich an der Hand, dass ich nicht hinfalle.

Wenn ich seinen Schutz brauche,
höre ich, wie Gott selbst zu mir spricht:
„Verlass dich darauf, ich werde dir immer helfen.
Du vertraust darauf, dass ich stark bin.
Ich werde dich nicht enttäuschen.
Ich höre zu, wenn du betest.
Wenn du mich brauchst, bin ich an deiner Seite.
Ich weiß, wie lieb du mich hast.
Deshalb will ich, dass du glücklich bist
und Freude hast an deinem Leben
heute und noch viele, viele Jahre lang.“
Psalm 91
Quelle: Martin Polster, Elena Temporin: Gib mir Wurzeln, lass mich wachsen

Wo liegt - von eurer Wohnung aus - die nächste Burg?
Kennt ihr schon die Burg in Grünwald?
Wann macht ihr euren nächsten Burgausflug?


Impuls zum Sonntag, 14. Februar

Valentinstag und Faschingssonntag.
Ich hoffe, euch fällt für diesen Tag etwas Schönes und Lustiges ein.

Ihr könnt ja mal überlegen, wenn ihr besonders lieb habt. Wen ihr gerne trefft, mit wem ihr gerne spielt, wer eure schlechte Laune ganz schnell vertreiben kann, beim wem ihr euch nicht hinter einer Maske verstecken müsst.

Der Valentinstag ist nicht nur für Verliebte und Liebespaare.
Du kannst ihn auch nutzen, um deiner besten Freundin und deinem besten Freund zu zeigen, dass du sie sehr gerne hast. Eltern und Kinder können den Tag auch nutzen, um zu zeigen, wie wichtig sie füreinander sind.

Dieser Tag ist nach Valentin benannt, der vor sehr langer Zeit gelebt hat. Damals verbot der Kaiser in Rom, dass christliche Soldaten heiraten dürfen. Doch Bischof Valentin fand das nicht in Ordnung. Für ihn war die Liebe wichtiger als das Verbot des Kaisers. Er schenkte den Paaren Blumen, traute sie und segnete sie im Namen Gottes. Das alles war streng geheim. Trotzdem kam es heraus und Valentin wurde dafür getötet. Später aber machten die Menschen seinen Todestag zu einem Feiertag für die Liebenden.

Valentinstag und Faschingssonntag. Du könntest heute Papierblumen basteln oder einen bunten Blumenstrauß malen.

 

Impuls zum Sonntag, 7. Februar
Ein Gruß von der Kirchenmaus Fieps

Liebe Kinder, liebe Eltern,

wie schön, dass wir alle einen Namen haben! Dadurch werden wir erkannt und er gehört ja seit unserer Geburt zu uns. Viele Namen haben auch eine Bedeutung. Meine Mäuse-Eltern haben mich wohl Fieps genannt, weil ich so ein fiepsiges Stimmchen hatte als ich ganz klein war - und auch jetzt ist es ja nicht sehr laut. Ich bin halt eine Maus.

Ganz oft haben Namen eine Bedeutung. Besonders die hebräischen und griechischen Namen von Menschen in der Bibel: Michael etwa heißt: Wer ist wie Gott (natürlich niemand!) Johanna heißt: Gott ist gnädig. Und bei Jesus ist schon der Name Programm. Jesus heißt: Gott rettet! Geboren wurde er ja in Bethlehem - auch Ortsnamen haben Bedeutung. Und Bethlehem heißt so viel wie Brothausen, könnte also gut ein Münchner Stadtteil sein neben Haidhausen, Bogenhausen und Neuhausen halt auch noch Brothausen… ;-)

Auch eure Namen haben bestimmt Bedeutung. Deshalb meine „Detektiv-Aufgabe“: Findet miteinander heraus, was eure Namen bedeuten! Was meint ihr: Passt euer Name gut zu euch?
Fragt mal eure Eltern, was sie sich bei der Wahl eures Namens gedacht haben. Vielleicht mögt ihr ein schönes Namensschild für eure Zimmer- oder Haustür gestalten, falls ihr das nicht sowieso schon habt.

Manchmal vergesse ich Namen von Leuten. Kennt ihr das auch? Das ist mir immer recht peinlich. Deshalb ist es umso schöner und wichtiger, dass Gott sie nie vergisst. Bei eurer Taufe hat Gott euch mit Namen angesprochen. Wer war da eigentlich alles dabei? Eltern, Patinnen oder Paten - und wer noch? Holt mal Fotos oder eure Taufurkunde her. Und vielleicht habt ihr eure Taufkerze noch. Zündet sie mal wieder an und feiert ein bisschen Tauferinnerung!

Bei der Taufe hat euch Gott versprochen: Ich vergesse euch nie. Zu mir dürft ihr immer kommen. Und Jesus hat damals zu seinen Jüngern gesagt: „Freut euch darüber, dass eure Namen im Himmel verzeichnet sind!“ (Lukas 10,20). Was für eine schöne Vorstellung: Bei Gott im Himmel ist ein großes Buch. Da stehen alle unsere Namen drin. Und keiner kann sie jemals auslöschen. Gott vergisst uns nie!

 

Impuls zum Sonntag, 31. Januar
Letzter Sonntag nach Epiphanias

Manchmal erleben und fühlen wir etwas - und dann strahlen wir über das ganze Gesicht. Die Augen sind offen und leuchten.

Petrus und Jakobus und Johannes sind drei Freunde von Jesus. Einmal nahm Jesus Petrus und Jakobus und Johannes mit auf einen Berg. Da passierte etwas Erstaunliches mit Jesus: Das Gesicht von Jesus leuchtete hell wie die Sonne. Die Kleidung von Jesus leuchtete weiß wie das Licht.
 
Es kam eine Wolke. Die Wolke leuchtete hell. Die Wolke leuchtete auf Jesus, Petrus, Jakobus und Johannes. Aus der Wolke kam eine Stimme.
Die Stimme sagte: Jesus ist mein geliebter Sohn.
Jesus gefällt mir.
Ich habe Jesus lieb.
Ihr sollt auf Jesus hören.
 
Petrus und Jakobus und Johannes hörten die Stimme.
Sie bekamen große Angst.
Sie warfen sich auf den Boden.
Sie versteckten ihr Gesicht.

Jesus ging zu Petrus und Jakobus und Johannes hin.
Jesus fasste sie an.
Jesus sagte:
Steht auf.
Beruhigt euch.
Habt keine Angst.
 
Jesus stieg mit Petrus und Johannes und Jakobus wieder vom Berg hinunter. Unterwegs sagte Jesus zu Petrus und Jakobus und Johannes: Ihr habt erstaunliche Sachen gesehen.
Das sollt ihr jetzt noch nicht den anderen Leuten erzählen.
Ihr sollt das erst später erzählen.
Ihr sollt das erst erzählen, wenn ich gestorben bin.
Und wenn ich von den Toten auferstanden bin.
Evangelium in Leichter Sprache

Lieber Gott,
wir bitten dich, schenke uns immer wieder dein Licht und deinen Glanz. Lass uns nie vergessen, dass auch wir deine Kinder sind.
Und dass du uns lieb hast. Amen.

 

Impuls zum Sonntag, 24. Januar
Dritter Sonntag nach Epiphanias

Heute könnte ein Tag für Landkarten, den Weltatlas oder die Weltkugel sein. Heute könntet ihr euren Kompass benutzen oder überlegen, wie eine Sonnenuhr funktioniert. Heute könntet ihr bei eurem Sonntagsspaziergang mit hundert Schritten in Richtung Süden beginnen.

Heute ist ein Sonntag für die vier Himmelsrichtungen:
Osten und Westen, Norden und Süden.
Warum?
Diesen Sonntag und diese Woche begleitet eine Bibelwort mit den vier Himmelsrichtungen.

Jesus hat über Gott gesagt, dass er einer ist, der offen ist für alle. Einer, der alle Menschen bei sich zusammenbringen will - wie an einem festlich gedeckten Tisch. Aus allen Himmelsrichtungen sollen und dürfen sie kommen. Von nah und fern.

Es werden kommen von Osten und von Westen,
von Norden und von Süden,
die zu Tisch sitzen werden im Reich Gottes.
Lukas 13, 29

Lieber Gott,
wir bitten dich, lass uns in unserem Leben immer wieder in alle Richtungen schauen. Lass uns Freude am Miteinander mit Menschen aus allen Himmelsrichtungen haben. Lass uns gemeinsam bei dir geborgen sein. Segne uns. Amen.